Diagnostik

Allgemein gesagt ist die Diagnose die Feststellung oder Bestimmung einer Krankheit. Eine Diagnose entsteht durch den zusammenfassenden Gesamteindruck und Beurteilung der erhobenen Befunde. Dabei kann es sich beispielsweise um einzelne Beschwerden und Krankheitszeichen (Symptome) oder typische Symptomkombinationen (Syndrom) handeln.

Auch Normalbefunde oder nicht krankhafte Abweichungen von der Norm können zur Diagnosestellung beitragen. Diese Befunde werden durch systematische Befragung (Anamnese), durch eine körperliche Untersuchung, sowie durch chemische oder apparative Untersuchungen erhoben. Die Diagnose ist entscheidend für die weitere Vorgehensweise Ihrer Behandlung.

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Knochendichtemessung

Die Osteoporose ist ein pathologischer Knochenschwund und führt bis zum 75. Lebensjahr bei 1/3 der Bevölkerung zu Brüchen. Von der UNO und WHO wurde die Osteoporose in die zehn ökonomisch bedeutsamsten Volkskrankheiten des 21. Jahrhunderts eingestuft.

Osteoporotische Frakturen führen nicht nur zu irreversiblen Einbußen an Lebensqualität und Behinderungen, sondern verursachen nach konservativen Schätzungen in Deutschland jährlich etwa 3 Mrd. Euro Kosten.
Das von der DVO (Dachverband der deutschsprachigen wissenschaftlichen Gesellschaft für Osteologie) empfohlene Standardverfahren zur Knochendichtemessung ist die DXA (Dual X-Ray Absorptiometrie).

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Röntgen

Das klassische Röntgenbild ist aus der orthopädischen Praxis trotz modernerer diagnostischer Verfahren wie Kernspintomographie oder Ultraschall immer noch nicht wegzudenken. Durch eine Röntgenaufnahme können nicht nur Brüche (Frakturen) der Knochen schnell und einfach dargestellt werden, sondern auch abnutzungsbedingte Veränderungen der Gelenke unkompliziert erkannt werden.

Die Auswertung einer Röntgenaufnahme besteht darin, Abweichungen von der Norm zu erkennen, zu interpretieren und die entsprechenden diagnostischen Schlüsse zu ziehen. So lassen sich Fremdkörper, Verletzungen, entzündliche Prozesse, angeborene und erworbene degenerative Prozesse erkennen und diagnostizieren.

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Ultraschall

Mit Hilfe von Ultraschall wird ein Bild in der Medizin dadurch erzeugt, dass der über eine auf der Haut aufliegenden Sonde in den Körper eingestrahlte Ultraschall an den verschiedenen Geweben unterschiedlich reflektiert wird. Die gesamte Steuerung und Auswertung von Ultraschallgeräten erfolgt natürlich rechnergesteuert. Untersuchungen mit Ultraschall werden auch als Sonographie bezeichnet.

Es lassen sich die Gelenke und Muskeln des gesamten Bewegungsapparates, insbesondere der Schulter (Rotatorenmanschette, Schleimbeutel, Bänder) durch den Ultraschall so gut darstellen, dass Risse und andere geringfügige Veränderungen an den Sehnen frühzeitig erkannt werden können.